Wartungsarbeiten in der Woche vom 16. März:
• Keine PC/MAC-Wartungsarbeiten – 16. März
• Wartungsarbeiten im ESO Store und dem Kontosystem – 18. März, 11:00 – 21:00 MEZ

ESO-Geschichte Schattenherrschaft

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    Schatten über Schildwacht

    Die Kultisten unterbrachen ihr Ritual, als sie merkten, daß die Magierin Velaya versuchte, einen von ihnen mit ihrem geweihten Ankh zu berühren und drehten sich zu ihr um. Velaya mußte in Sekunden entscheiden, wie sie weiter vor ging und entschied sich dafür, keine Schwäche zu zeigen. Sie schnauzte den Kultisten an, der sie eben ansprach: „Sagt mir lieber, was das hier soll! Einer liegt auf dem Boden, fünf Kuttenträger stehen um ihn herum und murmeln Beschwörungen. Wißt Ihr eigentlich, wie verdächtig das aussieht?“

    Die Bretonin gab Jadzia und Fareniel mit einer Handbewegung zu verstehen, daß sie warten sollten. Der Wortführer der Kultisten antwortete: „In Schildwacht ist eine mächtige Gestalt erschienen. Sobald er die Stadt betrat, vergilbten die Blätter der Pflanzen. Und es kursieren Gerüchte in ganz Tamriel wegen dieser Schatten...“

    Die Magierin kam zu dem Schluß, daß keine unmittelbare Gefahr von den Kultisten ausging. Sie winkte ihre Freundinnen heran, damit sie alle Informationen mitbekamen. Außerdem sollte ihre Präsenz die Kuttenträger einschüchtern, damit sie friedlich blieben. Velaya führte das Wort ihrer Gruppe: „Könnt Ihr mir sagen, was sich noch in Schildwacht verändert hat?“

    Der Kultist antwortete: „Die Leute benehmen sich seltsam. Die Wachen bestehlen die Händler, die Händler betrügen ihre Kunden, die Kunden wiederum bestehlen die Händler. Die Bürger spinnen Intrigen und es kommt kein wahres Wort über ihre Lippen.“ Die Bretonin hakte nach: „Habt Ihr zufällig den Namen des Schattenfürsten vernommen?“ Die Information wäre wichtig für weitere Nachforschungen. „Nein“, entgegnete der Kultist. „Wir wagen uns auch nicht mehr in die Stadt hinein. Wir waren nur kurz darin und nachdem wir merkten, daß dort etwas nicht stimmt, sind wir eilig davon.“
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    Fareniel setzte nach: „Ja, schön und gut. Da tun sich neue Fragen auf. Warum wurdet Ihr nicht sofort in den Bann des Schattenfürsten geschlagen und was sollte das Ritual vorhin bewirken?“ Ein anderer Kultist gab dafür die Antwort: „Siehst Du unsere Kutten? Wir gehören zu einem Nekromantenorden...“ Da verstand Fareniel und ergänzte: „Aha, Ihr wolltet dem Schattenfürsten Eure Dienste anbieten, richtig?“ Der Sprecher scharrte mit dem linken Fuß im Sand und blickte zu Boden. Eiskalt erwischt...

    Velaya als Magierin wußte aufgrund ihrer Studien auch etwas über Nekromantie Bescheid und erklärte: „Vermutlich haben sie als Totenbeschwörer eine antrainierte höhere Resistenz gegenüber dem Einfluss der Schattenfürsten.“ Fareniel nickte und wollte etwas sagen, da unterbrach sie der Kultist: „Deswegen sind wir doch nicht böse oder feindlich. Nekromantie kann richtig angewendet auch zum Guten verwendet werden!“ Die Hüterin Farenil schüttelte den Kopf und meinte: „Habt Ihr denn jedesmal die Erlaubnis des betroffenen Toten, um mit ihm solche Sachen zu machen? Ich wette, die habt ihr nicht. Also ist Euer Handeln ein Gräuel und wider die Natur!“

    Velaya hob die Hand und unterbrach Fareniel: „Das hilft uns gerade nicht weiter!“ Jadzia stimmte nickend zu. Fareniel hatte als Hüterin einen richtigen Zorn auf Nekromanten, deutete mit dem Finger auf die Kultisten und wurde nun lauter: „NEIN! Nekromantie ist ein widernatürlicher Gräuel und wenn ich Euch dabei erwische, werdet Ihr das bereuen!“ Die Kultisten wichen unwillkürlich einige Schritte zurück. Besonders mutige Leute waren das definitiv nicht.

    Jadzia versuchte zu beruhigen und sagte zu den Kultisten: „Hört mal, dieser Schattenfürst ist einige Nummern zu groß für Euch. Ich rate Euch, von hier zu verschwinden und diesen Wesen aus dem Weg zu gehen, wenn Ihr ihnen begegnet. Es gibt drei von ihnen und sie manipulieren ihre Umgebung auf verschiedene Weise. Sie ernähren sich von den Gefühlen der Angst, der Hinterlist oder dem Hass der Lebenden, auch Eurer. Und Eure Resistenz gegen ihre Magie ist sicher nicht von Dauer! Also seid froh, so glimpflich davon zu kommen und verschwindet von hier!“ Das ließen sich die Kultisten nicht zwei mal sagen. Sie packten ihre Utensilien zusammen und verschwanden über die Dünen der Alik'r-Wüste.
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    Die drei Frauen schauten den Kultisten noch einen Moment nach, dann meinte Velaya: „Nun, wir wissen nun, daß in Schildwacht der Schattenfürst ist, der die Bewohner mit Falschheit schlägt. Schade, daß die Kultisten seinen Namen nicht kannten, der wäre für uns sicher noch wichtig.“ Die Heldinnen setzten sich in Bewegung. Jadzia ging die Sache besonders nahe wegen ihrer Verwandten hier. Sie sagte: „Ich habe ein mulmiges Gefühl. Hoffentlich geht es meinem Onkel und seiner Familie gut...“

    Durch das Gespräch mit den Nekromanten hatten sie Zeit gespart. Sie wußten bereits, daß hier die Falschheit regiert und stellten sich darauf ein. Ihre Schutzamulette und das Ankh schirmten sie von den bösen Einflüssen wirksam ab. Als sie sich Schildwacht weiter näherten, sahen sie das, was die Kultisten erwähnt hatten. Die ohnehin schon spärlichen Pflanzen waren alle vergilbt und verdorrt. Ihnen wurde das Leben herausgesaugt. Velaya's Ankh reagierte darauf. Es glimmte in einem grünlichen Schimmer. Kynareth's Segen sorgte auch hier wieder dafür, daß sich die Natur um sie herum erholte.

    Jadzia hob den Deckel einer Wassertonne an, um sie zu inspizieren. Wasser war für die Rothwardonen eben von besonderer Wichtigkeit. Es wurde ihnen nicht einfach geschenkt, sie mußten für jeden Tropfen Arbeit investieren. Die Templerin winkte ihre Freundinnen heran und sagte: „Schaut! Das Wasser ist verdorben. Das kann keiner mehr verwenden!“ Velaya machte einen Versuch und berührte das Wasser mit dem Ankh, aber dadurch wurde das Wasser nicht wieder brauchbar. Sie meinte: „Schade. Bleibt zu hoffen, daß die Wassersammel-Zisternen genügend haben, damit hier keine Durstkatastrophe ausbricht.“

    Fareniel merkte an: „Heute geht es schon zum Abend hin. Aber morgen, wenn die Mittagshitze wieder herrscht, werden die Schildwächter ein Problem haben...“ Die Bretonin meinte: „Stimmt. Aber darum können wir uns jetzt nicht kümmern.“ „Dort vorne ist das Haus meiner Familie.“ meinte Jadzia. Und auf dem Platz davor hatte es sich der Schattenfürst bequem gemacht und ließ sich von den Einwohnern der Stadt huldigen. Er erkannte die drei Reisenden und reagierte sofort.
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    Nachts im Palast von Alinor

    Das gemeinsame Tafeln mit dem Hofstaat von Regentin Alwynarwe war in vollem Gange. Diego hatte den staunenden Gästen einige fesselnde Geschichten zu erzählen, was ihm ein zusätzliches Trinkgeld einbrachte, die eines Barden würdig wären. Spannend erzählen konnte er. Abenteuer hatte er zusammen mit seinen Freunden schließlich genug bestanden.

    Er erzählte den Anwesenden von den frühesten Abenteuern in einer Gefangenenkolonie, in der er seine Gefährten Nilfton, Chester, Korn und den uns weiterhin namentlich unbekannten Ritter kennen gelernt hatte. Alleine die Geschichten aus dieser Zeit reichten aus um den ganzen Abend bis in die Nacht zu füllen. Diego hatte ihnen erzählt, daß zu dieser Zeit in jenem Königreich Leute schon wegen geringster Vergehen in die Gefängniskolonie geworfen wurde. Sie wurden mißbraucht als Sklavenarbeiter, deren Aufgabe es war, wertvolle Rohstoffe und magisches Erz zu schürfen. Im Austausch dafür erhielten sie von außerhalb regelmäßig Güter, die sie in der Kolonie nicht selbst herstellen konnten, auch Luxusgüter und gelegentlich auch... Frauen.

    Es herrschte dort damals das Faustrecht. Das Recht des Stärkeren. Wer sich nicht durchsetzen konnte, war so gut wie tot, wenn er keinen Protektor fand. So waren die Neugefangenen dazu gezwungen, sich einer bereits bestehenden Bande oder Gruppe anzuschließen und sich deren Regeln zu unterwerfen. Er erzählte ihnen gerade von dem Aufstand in der Burg der Gefängniskolonie, bei dem am Ende der selbsternannte Baron, eher eine Art Banditenoberhauptmann, ins Gras beißen mußte. Niedergestreckt vom namenlosen Ritter erzeugte dies eine Ereigniskette, die dazu führte, daß die Gefangenen aus der Kolonie entfliehen konnten. Auch Diego und seine Freunde, die danach noch viele andere Abenteuer bestanden. Auch die uns bestens bekannte Magierin Velaya entkam so aus der Gefängniskolonie und konnte anschließend ihr jetziges Leben beginnen. Diego und Velaya hatten in der Kolonie jedoch kaum miteinander zu tun, da sie nur eine der Konkubinen des Erzbarons war und sich außerhalb der Burg kaum zeigen konnte.
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    Mit den Geschichten zog er auch die Dienerschaft und die Wachen der Königinnen-Stellvertreterin in seinen Bann, die, um ihm besser zuhören zu können, sogar ihre Posten verlassen hatten. Alwynarwe zeigte dafür sogar Verständnis und verzichtete darauf, sie zu schimpfen. Doch Arwenarwe rügte die Wachen und schickte sie an ihre zugewiesenen Plätze. Diego tat den Ärmsten den Gefallen und sprach daraufhin deutlich lauter. Die akustisch genial konstruierten Gewölbe verstärkten seine Stimme so weit, daß wahrscheinlich der gesamte Palast mithören konnte. Immerhin gestand die Sicherheitschefin den vor dem Palast stehenden Wachen ausnahmsweise zu, sich im Eingangsbereich bei offenem Tor zu postieren.

    Das laute Sprechen war natürlich anstrengend. So blieb ihm nichts anderes übrig, als zwischendurch zu pausieren. Wein war genug da, doch der Meisterdieb hatte einen Auftrag zu erfüllen, bei dem er nüchtern bleiben mußte. Deswegen hielt er sich mit Wein zurück und hielt sich an Wasser und Fruchtsaft.

    Schließlich war Mitternacht vorüber. Der Hofstaat hatte reichlich Alkohol konsumiert. Die Sicherheitschefin Arwenarwe hatte jedoch stets persönlich darauf geachtet, daß die Wachen es damit nicht übertrieben. In diesem Punkt war Diegos Plan also nicht aufgegangen. Er hatte gehofft, daß sich auch die Wachen derart betrinken würden, daß sie danach dienstunfähig waren. Aber nun ja, er war hier bei Hochelfen zu Gast und nicht bei den Nord im Ebenherz-Pakt-Gebiet, den Orsimern in der Dolchsturz-Pakt-Einflußsphäre oder am Hof von Ard Caddach im Reik...

    Einige der Adligen waren betrunken auf ihren Sitzplätzen eingeschlafen. Einige Diener waren dabei, sie bequemer zu plazieren und schoben ihnen Kissen an die empfindlichen Stellen. So mancher lag bereits unter dem Tisch und schlief seinen Rausch aus. Nun, zumindest diese Leute würden ihm in dieser Nacht nicht in die Quere kommen.
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    Diego hatte sich gerade in die Wachstube zurück gezogen, die ihm zur Übernachtung zugeteilt wurde. Er saß auf dem Stuhl neben seinem Bett und überlegte gerade, wie er die Wachen und Arwenarwe ausschalten konnte. Doch so sehr er überlegte, er fand keinen Weg. Diese Frau war einfach zu wachsam und wenn der Meisterdieb im Kerker landete, wäre die Mission gescheitert und die Frauengruppe müßte die Sache ohne die Macht des Dämonenauges durchziehen. Mußte er seinen Plan verwerfen?

    Während er also darüber nachdachte, trat Arwenarwe plötzlich mit festem Schritt in die Wachstube ein. Zwei Wachen traten hinter ihn und auf ein Zeichen ihrer Vorgesetzten nötigten sie Diego dazu, Arwenarwe zu folgen. Die ganze Szene verlief weitgehend wortlos. Eine Wahl hatte er kaum, also fügte er sich und sparte sich das Protestieren. Das Ziel war ihr Arbeitszimmer, keine Gefängniszelle. Immerhin... Es ging wohl darum, daß nicht der ganze Hofstaat das Gespräch mitbekommen sollte.

    Der Bretone musterte den Raum. Der Weg zur Tür war durch die beiden Wachposten versperrt. Das große Fenster hatte ein stabiles Gitter. Er würde also die Fragen beantworten müssen. Er wollte etwas sagen, doch Arwenarwe wischte die Bemerkung sofort beiseite. Jetzt sprach sie! Ihr Tonfall war nicht unfreundlich, aber dennoch bestimmt. Sie sprach in Zimmerlautstärke.
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    „Händler, Deine Geschichten waren wirklich sehr spannend und auch sehr aufschlußreich. Damit hast Du zugegeben, früher in einer Gefangenenkolonie gewesen zu sein. Du sagtest zwar, man kam schon aus geringem Anlaß dort hin, aber ich frage mich trotzdem, warum Du dort warst und ob DU möglicherweise zurecht verurteilt wurdest! Nun?“

    Diego schluckte einen Moment. Darauf war er nun nicht vorbereitet. Vielleicht hätte er besser eine andere Geschichte erzählt, verdammt! Sein Zögern war der Sicherheitschefin Antwort genug. Sie meinte: „Laß gut sein, es ist nicht mehr von Bedeutung ich habe meine Antwort! Für mich stehen zwei Dinge fest: Erstens: Du bist KEIN Händler. Und zweitens: Du hast, das konnte ich Deinen Geschichten entnehmen, einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und bist kein schlechter Mensch. Dennoch würde ich wetten, daß Du ein Meisterdieb bist und hier versucht hast, eine Tarnung aufzubauen. Du hast Flüchtigkeitsfehler gemacht, die einem Meisterdieb bei einem sorgfältig geplanten Raubzug nicht geschehen wären. Du stehst also unter Zeitdruck! Sag mir einfach, warum Du wirklich hier bist und versuche nicht mich weiterhin zu täuschen! Das haben andere vor Dir schon versucht und bitter bereut. Manche von ihnen sitzen immer noch im Kerker!“ Sie schlug dabei mit ihrer gepanzerten Faust auf den massiven alinorischen Schreibtisch. „Also? Was ist hier wirklich los? Wenn mir Deine Antwort nicht gefällt, schleife ich Dich angesichts Deines spärlichen Haares persönlicn an den Ohren in die Verhörzelle!“

    OK, damit war Diegos Plan vollkommen gescheitert. Es gab jetzt nur noch eine Chance, seine Mission zu retten, also Nirn zu retten. Er mußte Arwenarwe die gesamte Geschichte erzählen und durfte dabei nicht mehr lügen. Nur noch die Wahrheit! Wenn das nichts bringt, war es sowieso schon egal. Also legte er alle Karten offen auf den Tisch...
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