Wartungsarbeiten in der Woche vom 17. August:
• Keine PC/MAC-Wartungsarbeiten – 17. August

VERZEHR - KINO / Jeweils eine Vorstellung wöchentlich ab Montags

  • Madarc
    Madarc
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    Thema: "Wiedergesehen"

    Ja ich weiß, nachfolgender Film wurde schon einmal erwähnt.
    Ich fand auch den Eintrag in der Liste des anderen, zum Filmthread gehörenden Threads. Den Beitrag selber finde ich nicht, (zumindest nicht auf die Schnelle) sondern weiss lediglich DASS es natürlich den Thread mit der Liste gibt, DASS es die #38 sein müsste, aber auch dass es recht umständlich ist, diesen zu finden, zumal die forumseigene Suchfunktion hier des öfteren versagt und man quasi jeden Filmbeitrag manuell durchzählen müsste um entsprechend gesuchte Beiträge hier zu finden.

    Egal ob Forumsneuling oder alter Teso und Filmnerd, für jeden ist es schwierig herauszufinden, wie und ob man nicht hier gegen Threadregeln verstösst. Des weiteren mutmaße ich, bei vielen Schreiberinnen und Schreibern eher die Lust verloren geht, sich und andere hier im Forum für einen Film zu begeistern. Bis man es geschafft und geprüft hat, ob der Film schon mal erwähnt wurde, ist der Spass am Teilen der eigenen Eindrücke mit anderen Filminteressierten, vermutlich oft schon vergangen.

    Kann (natürlich nur für mich selbst) sagen dass ich, neben den hier genannten Filmen, auch die Meinung, Eindrücke, mit dem Film verbundene Erinnerungen, Bewertung, usw., anderer Mitschreiber und Filmbegeisterte hier in der Community wertschätze. Davon zu lesen, würde ich ungern verpassen.
    So sei mir hoffentlich verziehen, wenn ich "Ben Hur von 1959" hier erneut poste. Ich hätte auch im oder zum Beitrag der Erst -Ewähnung geschrieben oder mich auf diesen Beitrag bezogen, konnte den aber leider, wie oben erwähnt, nicht in adäqater Zeit finden.

    @Cruggs Kann mir auch sehr gut vorstellen, das Wünsche wie:
    "Und ja: Ich hoffe auch, dass sich hier mal wieder mehr Schreiberinnen und Schreiber einfinden werden. Dafür gibt es einfach viel zu viele gute Filme, für die man werben sollte."
    auch viel eher in Erfüllung gehen, wenn man mögliche Mehrfach Nennungen nicht ganz zu eng sehen würde.
    In diesem Sinne, alles Gute Dir und allen anderen Schreibern, thx für die von Dir gepflegte Filmliste, die nicht zuletzt auch der Inspiration dienend, hier mal wieder genannt sei:

    Die Filmliste
    ----> https://forums.elderscrollsonline.com/de/discussion/630222/verzehr-kino-die-filmliste <----

    zum
    <3 VERZEHR - KINO <3
    (Ein seit über 3 Jahren aktiver Thread!!! Über 780 Beiträge!!! Fast 500 Filmnennungen!!!!)
    :) ¡ YAYY !
    Edited by Madarc on 11. December 2025 19:56
    Danke für Eure Zeit und Engagement und alles erdenklich Gute für Eure Zukunft
  • Madarc
    Madarc
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    Ben Hur (1959)
    Verfilmung des Romans von Lewis Wallace
    Regie: William Wyler / 11 Oscars

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    Ein must-see nicht nur für Cineasten. Habe diesen Film nun Dank Filmverleih einer Stadtbücherei, (die den Vergleich zu Netflix & Co. keineswegs scheuen muss). erneut und wie einst in „guter alter Zeit“ im Kino, in Originallänge sehen können.
    (im Handel kursieren übrigens diverse DVD Fassungen mit einer bis zu fast 50% gekürzten Laufzeit)
    Allein das in der Filmgeschichte berühmte Wagenrennen wurde in meiner Krabbeltisch-Version um knapp 3Minuten gekürzt. Was mir beim "mal wiedersehen“ deutlich wurde: Das Wagenrennen in „Gladiator“ ist zwar auch spektakulär, reicht meiner Meinung aber nicht an die CGI-lose Handwerkskunst der damaligen Special Effects der seinerzeit Filmschaffenden. Nicht im Sinne der technischen Perfektion, sondern die Dramatik in entsprechenden Szenen unterstützend. Letzteres etwas das mich nicht nur in diesem alten Monumentalfilm - Schinken fasziniert.
    Per Wiki Definition zu „Monumentalfilm“ (nicht zu Schinken ;) ):
    „Zu den formalen Kriterien eines Monumentalfilms gehören beispielsweise neben hohen Produktionskosten eine aufwendige Inszenierung, in der Massenszenen mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Statisten, Kostümen und/oder gesondert hergestellten bzw. nachgebauten Kulissen eine wichtige Bedeutung einnehmen.“
    ... mir allein schon aus diesem Grund als sehenswürdig erscheinend.
    Ist natürlich auch schon 'n ordentliches Brett mit seinen 3,5 Stunden Laufzeit, das man erst mal sägen muss.
    Und man stelle sich mal den betriebenen Aufwand vor: Um die Arena Antioch's nachzubilden wurde seinerzeit 'n Steinbruch ausgebaggert und mit 40.000 Tonnen Mittelmehrsand gefüllt. Bis zu 50.000 Komparsen, 365 Sprechrollen um nur ein paar dieser (sichtbaren und auch entsprechend historisch glaubwürdig in Szene gesetzten) Superlativen zu nennen.

    Nichts gegen gut gemachte CGI und unterstützende KI, aber Ich wünschte solche spektakulären Werke würden heutzutage, am liebsten in Kombi mit einer Renaissance des Klassischen Kinos, wieder entstehen.
    Derartige Filme machen für mich, auch heute noch, ein echt tolles "Film-Erlebnis" aus.

    Off topic:
    Ich habe nach einem oft genannten Filmfehler in der Originalfassung gesucht den, wie ich feststelle, in Ben Hur/1959 überhaupt nicht gibt, so mancher wird es sicher kennen:
    Das Ding mit der Armbanduhr, .... die angeblich einer der Wagenlenker in der berühmten Filmszene des Wagenrennens trägt. Dies ist Blödsinn und ein sich hartnäckig haltendes Gerücht, respektive Mythos, den ich seit meiner Schulzeit kenne..
    Aber nicht verzagen, Ersatzweise kann man aber als Fan der antiken Formel Eins, einen paar lustige Filmfehler im Wagenrennen des Films „Glatiator“ finden. ;) ) Dennoch....

    Habe sicherheitshalber auch noch versucht einen (leider) KI gestützten Browser zu befragen, der überraschenderweise ganz neue „Film-Fehler“ zu Tage förderte:
    Zitat (Firefox):
    „Der berühmteste Filmfehler in Ben-Hur ist das sogenannte "spontane Segelboot" im Hintergrund der Wagenrennenszene. Während des dramatischen Rennens ist im Hintergrund kurz ein römisches Segelboot zu sehen, das über Land fährt – ein offensichtlicher Fehler, verursacht durch ein Modell, das auf einer beweglichen Schiene entlang der Kulisse gezogen wurde. Dieses ungewollte Detail gilt als einer der bekanntesten „goofs“ in der Kinogeschichte.“

    Höh? offensichtlicher Fehler, der KI wil ich meinen. Denn das ist, auch wie die Armbanduhr, absoluter Humbug.
    In der Wagenrennen Szene ist keinerlei Schiff zu sehen. Wäre auch ein bemerkenswert blödsinniger Filmfehler, denn weder der Fluss der durch Rom fliesst(*), noch das Meer sind von der Arena in „Antioch“ aus zu sehen.
    *na?..wer weiß wie dieser heisst?---googeln gilt nicht. ;)

    Erwischt!.. die Szene spielt ja garnicht in Rom. (hatte ich selber, und dass auch noch als Fan des antiken Roms, natürlich auch des antiken Pakours dort (nicht das Colosseum), garnicht auf dem Schirm. Tatsächlich ist Antiochia su Oronte gemeint.
    Schande über mich, KI in diesem Falle nicht schuldig, zum Thema genannten "goofs" in Ben Hur allerdings doch.

    Für mich ist es jedenfalls, ein Zeugnis davon, welchen „Gehalt“ KI, bereits jetzt schon hat und bekommen wird.
    Die Verbreitung des „Segelboot-Fehlers“ in Ben Hur ist nur eines der vielen Beispiele dafür, wie KI oder digitale Systeme Infos, aber auch Gerüchte verstärken oder verbreiten können, auch dann wenn sie ursprünglich falsch sind.
    Klassische Selbstverstärkung durch digitale Wiederholung sozusagen. Im Netz oft genug wiederholt wurde, erscheint es in Suchmaschinen, Foren, Wissensdatenbanken oder selbst 'seriösen' Nachrichtenmedien irgendwann als „Fakt“. KI interpretiert dies offensichtlich auch nicht kritisch, sondern reproduziert es, bis Gegenbeweise oder Korrekturen im Netz dominieren.
    Ich glaube nicht dass KI aus 'Absicht' Falschinformationen jedweder Art verbreitet, aber sie kann sie unbeabsichtigt legitimieren, wenn sie auf vorhandene, fehlerhafte oder gar mythisierte Quellen zugreift.

    Soo,...Wenn ich Euch mit all' diesem Firlefanz nun Zeit geraubt, oder Euch vielleicht sogar für das Thema Monumentalmurks interessieren konnte, habe ich erreicht was ich beabsichtigte.

    Zahlt es mir heim ! ;)

    Genug off topic und Triviales, ...und wem so viel Text jetzt nicht gefällt: – Lies es einfach nicht.
    Allen anderen wünsche ich weitere Unterhaltung in diesem, derzeit besten und einzig wahrem Thread hier und bedanke mich bei jedem, der in welcher Form auch immer, daran teilnimmt.

    Kommt gut ins nächste drohende Wochenende,... glaubt nur was ihr selber seht, lest oder sonstwie recherchieren konntet ....und packt schon mal Badesachen und Grill aus!
    Edited by Madarc on 11. December 2025 20:03
    Danke für Eure Zeit und Engagement und alles erdenklich Gute für Eure Zukunft
  • Cruggs
    Cruggs
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    Hi,

    der ursprüngliche Beitrag zu "Ben Hur" ist dieser hier:
    https://forums.elderscrollsonline.com/de/discussion/comment/7575440/#Comment_7575440

    Leider existiert das damalige Vorschau-Video wohl nicht mehr.

    Schöne Grüße
    Cuggs
    Hey! Wo ist mein Kai? Wer hat meinen Kai?
    Man weiß nie, was passiert, wenn man es nicht ausprobiert...
    Standart? Hacken? Kucken? Mitnichten; denn guck mal: Der Standard heißt eigentlich Haken.
  • Madarc
    Madarc
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    Unser Filmthread – Ein kleiner Zufluchtsort in schwierigen Zeiten

    Hallo zusammen!
    Ich weiß, dass die Nachrichten der letzten Wochen bezüglich der Entlassungen bei ZOS und Microsoft uns alle sehr getroffen haben und die Stimmung hier im Forum derzeit extrem gedrückt ist. Viele von uns machen sich große Sorgen um die Zukunft des Spiels und die Kollegen, die gegangen sind.
    Genau weil die Lage so ernst und wenig erfreulich hier erscheint, habe ich überlegt, unseren alten Filmthread wieder einmal aufzugreifen. Nicht um die Probleme zu verleugnen, sondern um einen kleinen Raum zu haben, in dem wir als Gemeinschaft kurz durchatmen und uns an das erinnern können, dass uns neben dem Spiel auch weitere Interessen verbinden.
    Ich würde den Faden gerne wieder aufnehmen, falls jemand Lust hat, über Filme zu plaudern, um ein wenig Ablenkung zu finden. Wenn jedoch gerade niemand danach zumute ist oder der Fokus voll auf den Diskussionen zur Zukunft von ESO liegen soll, habe ich volles Verständnis dafür. Entscheidet selbst, ob dieser 'Rückzugsort' gerade hilfreich ist.
    Danke für Eure Zeit und Engagement und alles erdenklich Gute für Eure Zukunft
  • Madarc
    Madarc
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    Asteroid City (2023) - Wes Anderson

    Melancholie in Pastell - Asteroid City ist eine visuelle Hommage an das Amerika der 1950er Jahre, gebrochen durch eine strikte, künstliche Ästhetik. Der Film erzählt eine verschachtelte Geschichte über Trauer, Isolation und die Suche nach Sinn in einer Wüstenstadt, die von Quarantäne und noch anderen Dingen heimgesucht wird.
    Wüsten-Ocker, Himmelblau, Altrosa und Mintgrün, bewusst entsättigte Farben, die wirken wie aus einem alten Bilderbuch oder Theaterkulissen der 50ger Jahre. Sie unterstreichen die Meta-Ebene des Films: Wir sehen nicht die „Realität“, sondern ein Theaterstück über eine Stadt, das wiederum verfilmt wurde.

    Beim Ansehen erwartet Euch ein starker Kontrast zwischen Form und Inhalt: Die freundlichen, weichen Farben stehen ernsten Themen gegenüber (Tod der Ehefrau, existenzielle Krisen, atomare Bedrohung). Diese Diskrepanz erzeugende, surreale Spannung, zwischen „hübscher“ Oberfläche und den Themen, kaschiert die tiefe emotionale Leere und Trauer der Charaktere.
    (Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie lange ich an diesem Satz gefummelt habe, bis er dass ausdrückte, was ich wollte...)
    Wie auch immer - Kein Film für Fans von reinen „Popcorn-Movies“, aber ein Fest für Liebhaber kleiner, absurder Gags - (wie dem Defekt am 52er Studebaker Kombi) - serviert mit dem typischen Humor von Wes Anderson und einem fantastischen Staraufgebot.

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    Mein pers. Fazit:
    Man kann Asteroid City durchaus ein einziges Mal betrachten und es als visuelles Spektakel genießen. Mir persönlich waren jedoch mehrere Anläufe nötig, da mir die Story beim ersten Mal zu dünn oder verwirrend erschien. Die emotionale Tiefe hinter der „kühlen“ Inszenierung ist schwer zu greifen. Als reine Komödie oder Dramatik kann das Erlebnis unbefriedigend wirken, da Gags anfangs eher absurd als lustig erscheinen und die Meta-Ebenen (Theaterstück im Film - im Fernsehen) den Erzählfluss unterbrechen.

    Spätestens beim zweiten Ansehen aber offenbart sich die wie ein Puzzle funktionierende Story. Ebenso weden reichlich versteckte Hinweise, Easter Eggs und audiovisuelle Anspielungen sichtbar - etwa die Referenz auf Mars Attacks! durch den Song „Indian Love Call“. Ich liebe diesen Shize.
    Bedeutungen wie die, des fehlenden Ersatzteils als Katalysator für menschliche Verbindung, werden erst im Rückblick klar. Kennt man den Plot, kann man sich auf die feinen Verbindungen zwischen den Ebenen konzentrieren (eben wie das erwähnte Autoteil, das die Quarantäne auslöst, die wiederum eine Begegnung ermöglicht). Ohne zu viel zu verraten: Diese Vernetzung ist der Schlüssel. Aber das ist fast schon zuviel gespoilert...

    Lohnt sich das mehrmalige Ansehen? Ich denke: Ja!. Ein Gewinn für alle, die Kino als Kunstform schätzen und Filme mögen, die wie Puzzles funktionieren. Ich messe diesem Film einen hohen „Rewatch-Wert“ bei, vergleichbar z.B. mit Andersons "Grand Budapest Hotel".
    Wie eine Figur im Film sagt: „Es ist egal, ob du es verstehst. Erzähl die Geschichte einfach weiter.“ Das volle Verständnis kommt oft erst, wenn man die Geschichte bereits kennt.

    Für Cineasten und oder Kunstliebhaber: Mehrfaches Sehen empfohlen.
    Wenn Ihr nur Unterhaltung sucht: Einmal reicht völlig. ;)
    Lg, Madarc
    Edited by Madarc on 29. July 2026 10:45
    Danke für Eure Zeit und Engagement und alles erdenklich Gute für Eure Zukunft
  • ValarMorghulis1896
    ValarMorghulis1896
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    ✭✭✭
    Madarc schrieb: »
    Unser Filmthread – Ein kleiner Zufluchtsort in schwierigen Zeiten

    Hallo zusammen!
    Ich weiß, dass die Nachrichten der letzten Wochen bezüglich der Entlassungen bei ZOS und Microsoft uns alle sehr getroffen haben und die Stimmung hier im Forum derzeit extrem gedrückt ist. Viele von uns machen sich große Sorgen um die Zukunft des Spiels und die Kollegen, die gegangen sind.
    Genau weil die Lage so ernst und wenig erfreulich hier erscheint, habe ich überlegt, unseren alten Filmthread wieder einmal aufzugreifen. Nicht um die Probleme zu verleugnen, sondern um einen kleinen Raum zu haben, in dem wir als Gemeinschaft kurz durchatmen und uns an das erinnern können, dass uns neben dem Spiel auch weitere Interessen verbinden.
    Ich würde den Faden gerne wieder aufnehmen, falls jemand Lust hat, über Filme zu plaudern, um ein wenig Ablenkung zu finden. Wenn jedoch gerade niemand danach zumute ist oder der Fokus voll auf den Diskussionen zur Zukunft von ESO liegen soll, habe ich volles Verständnis dafür. Entscheidet selbst, ob dieser 'Rückzugsort' gerade hilfreich ist.

    Sehr gute Idee, greife ich gleich mal auf.

    Der Film, den ich vorstellen möchte, "Pride", ist hier im Thread zwar schon mal gepostet worden (danke @Talos_d_Milchtrinker ). Aber in doppelter hinsicht ist er gerade wieder aktuell, erstens wegen der traurigen Ereignisse rund um den CSD am Wochenende und zweitens wegen der großen Entlassungswelle bei Microsoft.

    Pride ist ein britischer Film von 2014, spielt Anfang der 80er und beruht auf wahren Begebenheiten. Die Bergarbeitergewerkschaft streikt schon seit Monaten und die Streikkasse schmilzt rapide zusammen. Eine Schwulen- und Lesbengruppe aus London beschließt bei der Gay Pride Demo 1984, unter dem Namen Lesbians and Gays Support the Miners (LGSM) Spenden für die Familien streikender Bergleute zu sammeln, wodurch eine große Summe zusammenkommt. Nach anfänglichen Absagen aufgrund von (seinerzeit noch weit verbreiteten) Vorurteilen seitens der Gewerkschaft sucht die Gruppe auf eigene Faust einen Ort, den sie unterstützen könnte. Ein kleines walisisches Bergarbeiterdorf lässt sich auf ein Treffen ein, und wird auch darüber hinaus von den Schwulen und Lesben finanziell und logistisch bei ihrem Streik unterstützt, bis sie ihn erfolgreich abschließen können.
    Den Schluß packe ich in den Spoiler:
    Bei der nächsten Gay Pride Demo 1985 können die Schwulen und Lesben der LGSM nur eine Handvoll Leute mobilisieren, so dass sie sich schon damit abgefunden haben, am Ende des Zuges marschieren zu müssen. Als sie die Demoleitung darauf ansprechen, sagt diese: "wieso am Ende, mit den Hunderten von Leuten geht ihr selbstverständlich am Anfang!" Und man sieht im Hintergrund, wie aus einem halben Dutzend Bussen etliche Bergbaugewerkschafter mit Transparenten, Fahnen, Trommeln etc. strömen. Da musste ich als Gewerkschafter in der dritten Generation doch tatsächlich eine Träne der Rührung zerdrücken.

    https://www.youtube.com/watch?v=W0JeD0P-KJE
    "It is often said that before you die your life passes before your eyes. It is in fact true. It's called living." Terry Pratchett
    “I meant," said Ipslore bitterly, "what is there in this world that truly makes living worthwhile?" Death thought about it. "CATS", he said eventually. "CATS ARE NICE.” Terry Pratchett
  • Talos_d_Milchtrinker
    Talos_d_Milchtrinker
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    PRIDE,
    der Film ist einfach wohltuend und positiv, er verbreitet und gibt Hoffnung. Nach dem CSD Attentat schauten wir ihn uns wieder an.
    In dem Film gibt es eine Szene, in der sich jemand von der LGSM und ein Bergarbeiter unterhalten, der LGSM-Vertreter sagt, für die Rechte von Arbeitern zu kämpfen, nicht aber für die Rechte von Frauen, sei unlogisch. Darauf antwortet der Bergarbeiter, bei ihnen gäbe es ein Banner auf dem zwei Hände, ein Handschlag, zu sehen sei, das bedeute, wenn Du mir hilfst, helfe ich Dir. Daß man mit dieser Einstellung und Taktik viel erreichen kann, sieht man am Ende des Films im Abspann.
    Aber statt sich gegenseitig beizustehen, agitieren heute Männer gegen Frauen, Heterosexuelle gegen Homosexuelle, Christen gegen Nichtchristen, Leute, die sich für Eingeborene, "Indigene" halten (deren Familie schon vor sehr langer bis langer Zeit hier hin zog), gegen erst vor kurzem Zugezogene, etc. Herr wirf Hirn vom Himmel!
    Q'zi no vano thzina ualizz.
  • Cruggs
    Cruggs
    ✭✭✭✭✭
    Gute Idee, zumal dieser Thread absolut nichts mit der momentanen desaströsen Lage bei Microsoft zu tun hat.
    "Pride" lasse ich weg, den gab es - wie bereits geschrieben - schon einmal hier.

    Aber ich nutze den Augenblick der Gunst, um auch noch einen netten Film vorzustellen: "The Dish".

    https://youtu.be/rl14ACnXojs

    Ein Datum, das eigentlich jedem von uns (und da unterstelle ich mal eine gewisse Anzahl von vorhandenen Lebensjahren) vertraut sein dürfte:
    Der 16. Juli 1969, der Tag, an dem die Apollo 11 Mission ihren Flug zum Mond startet, um zum ersten Mal einen Menschen den Erdtrabanten betreten zu lassen.

    Nun ist es bekanntlich so, dass die Erde eine Kugel darstellt und der Mond manchmal nur von der "unteren" Seite der Erde aus sichtbar ist.
    Was ja eigentlich ein Problem für die NASA darstellen würde, da der Funkkontakt in dieser Zeit nicht gehalten werden kann.
    Eigentlich, wenn es da nicht die größte Schüssel der südlichen Hemisphäre gäbe, auf die zurückgegriffen werden kann.
    Und diese Schüssel, "The Dish", steht in Australien.
    Genauer: In Parkes
    Noch genauer: In Parkes, mitten auf einer Schafsweide.
    Parkes, eine gemütliche Kleinstadt, voll mit - nun ja - etwas ländlich veranlagten, freundlichen Menschen, die allesamt stolz darauf sind, ein Teil dieses geschichtsträchtigen Ereignisses zu sein.

    Wenn da nicht durch einen saudoofen Fehler während eines Stromausfalls der Kontakt zur Apollo 11 verloren gehen würde ...

    Wie man es trotzdem noch schafft, mit diesem Fauxpas umzugehen, ist mehr als nur sehenswert!
    Die ganze Geschichte beruht übrigens auf Tatsachen!

    Der Film glänzt durch seine Situationskomik und einer Riege von Schauspielern, die ihre Rollen perfekt spielen.
    An dieser Stelle möchte ich vor allem den von mir sehr geschätzten Darsteller Sam Neill erwähnen, der leider am 13. Juli dieses Jahres verstorben ist.

    Wer sich nicht scheut, einen etwas dialoglastigen Film zu schauen, der wird mit einer netten Geschichte voll mit sympathischen "Landeiern" belohnt.
    Hey! Wo ist mein Kai? Wer hat meinen Kai?
    Man weiß nie, was passiert, wenn man es nicht ausprobiert...
    Standart? Hacken? Kucken? Mitnichten; denn guck mal: Der Standard heißt eigentlich Haken.
  • Cruggs
    Cruggs
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    Durch eine gewisse Aktualität bedingt möchte ich Euch heute einen deutschen Beitrag vorstellen:

    "Der Buchspazierer"
    https://www.youtube.com/watch?v=ZtiGGd_VA50

    Ein sympathischer, lustiger aber auch melancholischer Film mit einem perfekt für diese Rolle besetzten Christoph Maria Herbst.
    An das Mädel, das ihn im Laufe des Films begleitet, musste ich mich zwar erst gewöhnen, aber sie macht ihre Sache doch recht gut.
    Es gibt natürlich auch ein Geheimnis im Leben des "Buchspazierers", das gegen Ende des Films gelüftet wird.

    Wer diesem Film eine verdiente Chance geben möchte, der kann dies heute, am 17.08.2026, sozusagen "für lau" erledigen:
    Der Film läuft heute Abend im öffentlich rechtlichen, genauer: In der ARD, um 20:15 Uhr.
    Hey! Wo ist mein Kai? Wer hat meinen Kai?
    Man weiß nie, was passiert, wenn man es nicht ausprobiert...
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