Wartungsarbeiten in der Woche vom 2 August:
• Keine PC/MAC-Wartungsarbeiten – 2. August

Denkansätze zum AvA: Ungleichgewicht innerhalb der Kampagnen

Keron
Keron
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Unabhängig vom Balancing der Fertigkeiten gibt es einen zweiten Punkt, der das AvA-Erlebnis etwas schmälert, nämlich die Unausgewogenheit der Allianzen. Ich würde gerne eine Diskussion über Ideen zur Abhilfe anstossen, in der Hoffnung dass die üblichen Frustbeiträge ausbleiben (HAHAHAHAHA) und wir konstruktiv diskutieren.

Wie üblich hab ich eine Meinung, die ich folgend in viel zu vielen Worten darstellen möchte, sozusagen als Denkansatz. Ich hoffe, das es trotzdem Leute gibt, die die Geduld haben den Beitrag komplett zu lesen.

Für mich gibt es zwei prinzipielle Mechanismen, die das Fraktionsgleichgewicht zerstören, nämlich Auslastungsverteilung und Auslastungsqualität. Was ich damit meine sei im Folgenden kurz zusammengefasst.

Mit Auslastungsqualität meine ich, dass eine Kampagne am Anfang recht ausgewogen losgeht. Spielerpools werden zumindest in Teilen durchmischt, AvA-orientierte Gilden wechseln in eine Kampgane hinein oder aus ihr raus. Das Feld ist ausgeglichen und vorallem noch unorganisiert. Je nach dem wie schnell sich eine Fraktion organisiert, beginnt die erste von denen einen kleinen Vorsprung herauszuarbeiten, meinethalben zuerst den Kaiser zu stellen oder ein paar Schriftrollen zu erobern und auch für eine gewisse Zeit zu halten.

Leider beginnt jetzt der Erfahrung nach eine Art Völkerwanderung. Sehr starke Gruppen (organisierte Gruppen und/oder Gilden-Gruppen), die die Ambition hatten möglichst schnell den Kaisertitel zu erlangen und zu halten (zum Beispiel um die daraus erwachsenden Vorteile für die Prüfungen in Kargstein zu erhalten), wandern in andere Kampagnen ab, weil dieses Ziel nicht mehr so einfach erreichbar ist wie ursprünglich geplant.

Wenn diese sehr starken Gruppen abgewandert sind, beginnt das Ungleichgewicht zu Gunsten der "Gewinner-Fraktion" immer deutlicher zu werden, soweit, bis es die insgesamte Bevölkerung betrifft. Das Resultat ist eine Seite, die fast ständig deutlich mehr Kämpfer auf dem Schlachtfeld hat, als die anderen Seiten.

Und das ist genau das, was ich mit "Auslastungsverteilung" bezeichnen möchte.

Es gibt nun den Mechanismus, der einer Fraktion die dauerhaft bzw. längerfristig eine geringere Auslastung aufweist, Bonuspunkte beschert - ein Mechanismus der das Ungleichgewicht ausgleichen soll. Leider tut er genau das Gegenteil. Man sieht es recht gut auf Thornblade EU. Wir (Ebenherz-Pakt) haben zur Zeit eine recht effektive Nachtschicht, die die Karte über Nacht "rötelt". Allerdings ist die Bevölkerungsauslastung zur Primetime jeden Tag sehr gleichmässig - ändert aber nichts an den ca. 12h in denen EP den überwiegenden Teil der Punkte erlangt - so ist der Vorspung mittlerweile bei Faktor 2 angelangt.

Der "Bonus für niedrige Auslastung" tritt niemals ein, da der zugehörige Timer jeden Tag zur Primetime zurückgesetzt wird. Andersherum, das konnte man auf Auriel's Bogen sehr gut sehen, kann sich eine Fraktion (damals Aldmeri) den Low-Pop-Bonus zu nutze machen, indem sie ebenfalls eine Nachtschicht hatten und zusätzlich über lange Strecken eben jenen Bonus - der vorher Erarbeitete Vorsprung der stärkeren Allianzen war Ruckzuck aufgebraucht, AD gewann die Kampagne.

Nach diese langatmigen Einleitung nun schlussendlich zu meinen Vorschlägen:
  1. Die Auswahl der Kampagnen sollte endgültig sein: Eine Kampagne lässt sich nur zum Ende wechseln, sprich, wenn man einmal eine Kampagne gewählt hat, kann man sie bis zum Ende nicht mehr verlassen. Eintreten ist auch nach Anfang möglich, damit Spieler aus einer der kurzen (7 Tage oder 14 Tage) bei Ablauf ihrer Kampagne in die noch laufende 30er einsteigen können - aber eben nur der Beitritt. Das verhindert sozusagen die Desertation der erfolgsverwöhnten Gruppen/Spieler wenn die Kampagne mal nicht so super läuft.
  2. Erweiterung der Gildenvorgaben: Eine Gilde muss sich bei Gründung sowieso schon auf eine Fraktion festlegen. Ähnliches sollte auch für die Kampagne eingeführt werden, mit dem Unterschied, dass diese Festlegung nur für die Dauer einer Kampagne gültig ist und jedesmal am Ende der Kampagne geändert werden kann. Wählt ein Gildenmitglied nun eine Heimatkampagne aus, die nicht der seiner Gilde entspricht, so bekommt er ein Warnungsfenster, welches ein weiteres mal eine Bestätigung erfordert, dass man sich einer nicht zu seiner Gilde gehörenden Kampagne anschliessen will. Das sollte die Frage des "Ich will aber mit meiner Gilde spielen" lösen.
  3. Der Low-Pop-Bonus sollte in einen High-Pop-Malus geändert werden: Statt einer Fraktion zusätzliche Punkte zu gewähren, wenn sie dauerhaft hinter den anderen zurückbleibt, sollte der Punktegewinn einer Fraktion immer an das aktuelle Bevölkerungslimit angepasst werden. Man berechnet in Echtzeit die durchschnittliche Bevölkerungszahl einer Fraktion (einfaches arithmetisches mittel wäre hier nicht gut, eher ein gewichtetes Mittel, siehe Fussnote). Sobald eine Fraktion eine höhere Bevölkerung hat, als diese Durchschnittszahl, reduziert sich der Punktegewinn, und zwar linear. Auch dazu siehe Fussnote.
  4. Änderung des Gastkampagnensystems: Auch Gastkampagnen sollten sich nicht so einfach wechseln lassen. Ich würde vorschlagen, den Cooldown fürs wechseln auf "Halbe Kampagnendauer" festzulegen, also wenn ich einer 30-Tage-Kampagne als Gast beitrete, darf ich erst nach 15 Tagen eine andere Gastkampagne wählen, bei der 7-Tage-Kampagne erst nach 3 Tagen. Die Kosten für den Wechsel der Gastkampagne sollten sich nach AvA-Rang des Spielers richten. Auch sollten die in der Gastkampagne erarbeiteten Allienzpunkte nurnoch für den Rangaufstieg zählen und nicht als Währung zum Kauf von Belagerungswaffen oder Ausrüstung eingesetzt werden können.

Zusammen mit der Änderung, dass AvA-Boni nurnoch in der Heimatkampagne wirksam sind, müssten die oben angesprochenen Punkte zu einer deutlichen Normalisierung der Kampagnenlandschaft beitragen.


Jetzt noch zu Fussnote:
Ein einfaches Durchschnittbilden wäre meiner Ansicht nach zu ungenau, denn die bevölkerungsreichste Fraktion könnte durch massive Spielerzahl den für weitere Berechnungen notwendigen Durchschnittswert unfair nach oben treiben. Ich tendiere zu einer gewichteten Durchschnittsbildung, so dass auch wenn nur eine einzelne Fraktion an Spielermangel leidet, ein Malus für beide starke Fraktionen zum Tragen kommt. Beispielsweise könnte man Rechnen:
BV1 = Bevölkerung kleinste Fraktion
BV2 = Bevölkerung mittlere Fraktion
BV3 = Bevölkerung grösste Fraktion

AVG = [(4*BV1)+(2*BV2)+(1*BV3)]/7
Die Koeffizienten muss man mit Sicherheit noch anpassen, aber das Prinzip ist hoffentlich erkennbar.

Für die Berechnung des Malus zieht man jetzt diesen Durchschnittswert heran: Wie gesagt, lässt man den Malus linear ansteigen, je weiter eine Fraktion über dem errechneten Durchschnitt liegt. Man fägt mit einem Malus von 0 an, wenn die Bevölkerung einer Fraktion sagen wir um maximal 10% des Durchschnittswerts vom selbigen abweicht. Wenn die Bevölkerung einer Fraktion aber um mehr als 50% des Durchschnittswerts über selbigem liegt, so ist der Malus 100%.

Anders gesagt, die Fraktion bekommt keine Fraktionspunkte mehr, wenn sie genausoviele Spieler hat wie beide anderen Fraktionen zusammen.

Um Nightcapping unattraktiv zu machen, könnte man diesen Malus bestehen lassen, bis entweder beide anderen Fraktionen bei "Mittlerer Bevölkerung" angekommen sind oder eine der anderen Fraktionen auf "Hoher Bevölkerung" angekommen ist.

So, das ist wiedermal ein 1000-Wort-Aufsatz, aber ich hoffe trotzdem auf Kommentare und Berichtigungen.
  • Drachenmutter
    Drachenmutter
    ✭✭✭
    Ich bin erst seit längerem wieder im PvP anzufinden und dort auch auf den angesprochenen "underdog"-Kampagnen. Will heissen, auf der 3o Tage Kampagne, die von Ebenherz (rot) total dominiert wird, spiele ich auf Dolchsturz (blau); auf der 14 Tage-Kampagne, die von Dolchsturz (blau) total dominiert wird, spiele ich auch Ebenherz (rot). Auf der 7 Tage-Kampagne bin ich leider ungewollt als Gast hingelangt, komme dort aber nicht mehr hinaus (ein Manko, wie ich finde, gerade bei nur 3 Kampagnen).
    Ich muss sagen, Du bist nicht gut informiert, was die Allianzen und die gewaltigen Fraktionsungleichgewichte ausmacht. Zum einen wohl immer noch auf dem leichten Weg den Kaisertitel erfarmen zu wollen aber zum anderen kommt noch etwas hinzu, das Du übersehen aber angesprochen hast.
    Man köönte sagen, dass alle 3 Kampagnen zur "normalen Europäischen Spielzeit" so einigermassen im Gleichgewicht sind.
    Dann ab Mitternacht überrollt (wie oben beschrieben) die dominierende Allianz auf den Kampagnen alles. Das Kräfteverhältnis von "underdog" zu den Dominierenden ist nicht selten 4 gegen 30-40-60, also 1 zu 10-12-mehr.
    Ich ahnte schon etwas, doch fragte ich mich rum, denn es macht ja eigentlich keinen Sinn. Die Antworten waren plausibel mit meiner Vermutung, dass ab Mitternacht viele Spieler aus den USA zu uns rüberschwappen und die europäischen Kampagnen systematisch zerstören. Zerstören und kaputt machen deshalb, weil mir keiner von Ihnen vorgaukeln kann, sie wüssten vom krass geschaffenem Ungleichgewicht nichts.
    Mehr möchte ich moment nicht dazu sagen, doch der Frustrationsfaktor liegt nicht bei o, das wäre ja noch die Hoffnung auf plus o zu 1, sondern er liegt bei minus 0, also demoralisierend mit tendenz auf -1.
    In dieser Hinsicht gilt es wahrscheinlich, deine Lsg.-Ansätze nochmals zu überdenken, obwohl ich glaube, dass es eher zu einem Problem der Kategorie Zenimax gehört.

    Edit: Ein Ansazt zur Lösung wäre, (wie es schon bei anderen MMO`s mit PvP so üblich ist), dass es nie zu einer arg dominierende PvP-Partei kommen kann und somit ein ausgewogenes Kräfteverhältnis garantiert. Dies wäre dadurch gegeben, dass nie mehr Spieler auf einer Heimat-Kampagne gelangen können, wie es eben die "underdog-Parteien/ Allianzen vorgeben. Will heissen: "Ist eine Underdogpartei ab Mitternacht nur noch mit 2o Mitspielern vertreten, dürften auch die Gegenparteien mit nur der entsprechenden Anzahl antreten. Die noch im Spiel enthaltenen Allianzkrieger dürften natürlich noch verweilen, doch wenn ein Ungleichgewicht von mehr als 1 zu 3 dadurch zustande kommen sollte, wird die Kampagne vorübergehend gesperrt. Es wird dann gebeten, dass sich die noch bestehenden PvP`ler nochmals zur Kampagne anmelden müssten, die Überschüssigen würden somit in der Warteschleife hängen bleiben.
    Die Nachtaktiven und auch ausländischen Mitspieler der nicht europäischen Gemeinschaft würden schnell erkennen, dass es so nicht weiter geht, wie sie sich das vorstellen. Zum Übrigen könnte man ja freundlicherweise alle Strukturen, die auf dem europäischem Server vertreten sind per e-mail (franz-engl-deutsch) nochmals darauf hinweisen und nachdrücklich betonen, dass es eher das Ziel ist, dass sich Spielerschaften auf den Kampagnen gleichermassen verteilen. Punkt!
    Edited by Drachenmutter on 26. August 2014 03:20
  • Keron
    Keron
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    Ein Nachsatz noch zum Kampagnen-Lock: Nachdem ich gestern wiedermal in einer Warteschlange steckte, würde ich den absoluten Wechsel-Ausschluss der Heimatkampagne insofern aufweichen, als dass man eine "Wechselperiode" von 2 Tagen für die 30er-Kampagnen und 1 Tag für die 7er-/14er-Kampagne nach betreten bekommt. Sollte die Kampagne zusehr überfüllt sein, könnte man so auch wieder hinauswechseln.

    Sollte man sich zum hinauswechseln innerhalb dieser Periode entscheiden, so wäre diese spezielle Kampagne allerdings für die Restlaufzeit gesperrt. Das würde das "alle 1 bzw. 2 Tage von Kampagne zu Kampagne hüpfen" verhindern.

    Zusätzlich sollte man eine Kampagne nur dann als Heimatkampagne auswählen können, wenn sie nicht regelmässig mehr als x Spieler Warteschlange hat. x=50 wäre ein möglicher Ansatz, 50 Warteschlangenplätze bedeuten ca. 30 minuten Wartezeit. Grenzwertig aber vielleicht noch tolerabel. Sollte die Warteschlange "häufiger" über die 50 Plätze hinausgehen, so kann sie nicht von Spielern zur neuen Heimatkampagne ausgewählt werden.

    "Häufiger" könnte zum Beispiel sein drei Tage hintereinander mindestens eine Stunde pro 24h-Fenster bei den 30-Tage-Kampagne(n).

    Generell sollten die Warteschlangen so organisiert werden, dass Heimat-Spieler generell den Gast-Spielern vorgezogen werden. Sprich: Sobald eine Kampagne Warteschlange hat, kann man sich in diese nur dann einordnen, wenn man die Kampagne als Heimatkampagne ausgewählt hat. Für den Gast-Zugang ist diese Kampagne dann gesperrt.
  • Drachenmutter
    Drachenmutter
    ✭✭✭
    Ich würde pro Kampagne und je Allianz 200 ansetzen. Ein freier Wechsel wäre, wie du beschrieben hast in einem gewissen Zeitraum möglich, so dass sich alle auch die Jungster zusammenfinden könnten.
    Den Gastbeitritt sollte man ganz rausnehmen, schafft nur Verwirrung und man sollte dafür lieber eine Langzeitkampagne einführen, die wieder die 90 Tage hat. Hieran könnte man die Belohnungsausschüttung auf die kürzeste Kampagne angleichen. Nach einem kostenpflichtigem Wechsel, also per Allianzpunkte, wäre ein weiterer wechsel nur dann möglich, wenn diese endet und man noch in eine offene hinein will.
    Ansonsten würde ich an meine Idee anknüpfen, die ab einer gewissen Zeit in Kraft tritt, also von 1 Uhr bis 5 Uhr morgens. Tritt ein Ungleichgewicht von 1 zu 3 ein, so läuft ein Timer von 1 std. ab, wenn sich bis nach dem Ablauf dieses Timers kein Gleichgewicht einstellen sollte, so wird die Kampagne gesperrt und man wird gebeten sich neu für Cyrodiil anzumelden. Der Timer lässt auch ungewöhnliche Nachraids zu und verhindert, dass plötzlich die Überpartei sich sagt, wir locken jetzt alle aus, dann wären sie selbst schuld! *g*
    Übrigens werden die USA-Nachraider hier als sogenannte Tommy-Rambos bezeichnet. Es wäre alles schön und gut, wenn sie sich gleichmäßig verteilen würden, doch das tun sie absichtlich nicht- also Rambos!
    Ausserdem sind es gesamte Gilden, die sich wohl aus dem Wege gehen.
    Was die Veteranenkampagne soll oder die Anfängerkampagne ??
    Ich wette, dass sich wieder in einer längeren Kampagne (90 Tage), sich die meisten Spieler zusammen finden würden. Wenn dies so wäre, könnte man sie auch "fest" machen und die Gewinnausschüttung wäre, wie oben beschrieben, an die kürzeste angeglichen. Ein Aufsparen bis Ende der Kampagne wäre natürlich auch möglich, so dass man Schlußendlich eine bessere Belohnung bekommt.
    Im Übrigen halte ich nicht viel von Kurzzeitkampagnen in MMO`s, das setzt die Ideologie eines Spiels sehr ins Flache.
    Edit: Man hält sich besser ans englische oder amerikanische Forum, bevor man etwas diskutieren mag, was schon lange beschlossen wurde.
    Sehr extrem, wenn man Kompetenz anprangern muss und ich glaube nicht, dass das euch ihr wünscht euch von TESO irgendwas, wo ankommen mag.
    Edited by Drachenmutter on 27. August 2014 06:06
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